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Was ist denn nun ein Axolotl?

Reich

Animalia (Tiere, Tierreich)

Stamm

Vertrabata (Wirbeltiere)

Reihe

Tetrapoda (Vierfüßer)

Klasse

Amphibiae (Lurche)

Ordnung

Caudata oder Urodela (Schwanzlurche)

Unterordnung

Ambystomatoidae (Querzahnmolchartige)

Familie
Überfamilie

Ambystomatidae, (Querzahnmolch, Querzahnsalamander)
Salamandroidea (Salamanderverwandte)

Gattung

Ambystoma

Art

Ambystoma mexicanum (Axolotl)

Unterarten

keine

                                    a_web_Hohlenforscher

Der Axolotl ist eine ausschließlich im Xochimilco See (Mexiko) vorkommende Salamander Art aus der Familie der Querzahnmolche. Er gehört zu den Amphibien und besitzt außenliegende Kiemen und eine nicht vollständig entwickelte Lunge. Dieses Tier verbleibt sein Leben lang im Dauerlarvenstadium (Neotenie = Jugendreife), pflanzt sich auch so fort und wächst auf 24 - 30 cm heran. Axolotl sind außergewöhnlich interessante und schöne Tiere, die sowohl im Aquarium als auch im Gartenteich einen interessanten Blickfang ergeben. Im Zusammenhang mit der Haltung im Gartenteich weisen wir auf das Problem der Artenverschleppung hin. Bitte Axolotl nur in gesicherte Teiche setzen, da sie oder der Laich ansonsten     z.B. durch Reiher, Enten oder andere Gegebenheiten in fremde Gewässer getragen werden könnten und dort prächtig gedeihen. Schnell könnten heimische Arten das Nachsehen haben und durch den Axolotl verdrängt werden.

Im Alter von ca. ein bis zwei Jahren erreicht das männliche Tier seine Geschlechtsreife, wogegen das weibliche Tier meistens schon nach einem Jahr geschlechtsreif ist.
Der Axolotl erreicht in Gefangenschaft ein Alter bis zu 16 Jahren. Es wurden vereinzelt aber auch schon 25 Jahre erreicht. Die Neotenie ist auf eine Schilddrüsenunterfunktion zurückzuführen. Nicht nur deshalb interessiert dieses Tier die Wissenschaftler, sondern insbesondere wegen seiner Fähigkeit, Körperteile und innere Organe zu erneuern. Die Neotenie lässt sich durch die Zugabe der benötigten Hormone brechen. Das zeigt, dass sie nicht unverrückbar in der genetischen Ausprägung vorhanden ist. In seiner metamorphosierten Form ähnelt der Axolotl dem Tigersalamander.

Aufgrund seiner regenerativen und neotenen Eigenschaften stellt der Axolotl ein interessantes Forschungsobjekt für die Wissenschaft dar. Trotz einer großen Faszination der Forscher an diesem Tier und der daraus resultierenden Züchtung im großen Umfang gerät der Axolotl in seiner natürlichen Umgebung (Xochimilco See) in Bedrängnis.

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Neben den normal gefärbten Tieren sind mittlerweile viele unterschiedliche Farbschläge, wie auch teilalbinotische Exemplare verbreitet. Die Amphibien existieren seit ca. 350 Mio. Jahren auf der Erde und gehört damit zu der ältesten, noch anzutreffenden Klasse.
Im Allgemeinen können Amphibien sowohl im Wasser als auch an Land leben, wobei die Salamander das Land und die Molche das Wasser bevorzugen. Sie können aber jederzeit das Element wechseln. Der Axolotl bildet hier eine Ausnahme, er verbringt normalerweise das gesamte Leben im Wasser.
Molche verbringen üblicherweise nur den ersten Teil ihres Lebens komplett im Wasser. Der Laich wird im oder am Wasser abgelegt. Die Larven, zum Beispiel die bei Fröschen bekannten Kaulquappen, leben anfänglich im Wasser. Nach einiger Zeit durchleben sie eine Metamorphose, ändern also ihr Aussehen. Aus den Kaulquappen entwickeln sich die Frösche, die an Land gehen und erst dort die Geschlechtsreife erreichen.

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Woher stammt der Name Axolotl?

Der Name Axolotl leitet sich aus der Aztekensprache Náhuatl ab und ergibt sich aus dem Wort Atl, welches für Wasser steht und Xolotl, dem Namen einer Gottheit. Häufig wird der Name falsch geschrieben. Am häufigsten kann man Axelotel , Axolotel oder Axolutel lesen. Der göttliche Zusatz vermochte aber nicht diese Amphibie zu schützen, so landete das Tier schon zu vorspanischen Zeiten regelmäßig im Kochtopf. Da man dem Axolotl auch heilende Fähigkeiten zusprach, wurde er als Grundstoff für verschiedene Heilmittel genutzt.

Im Jahr 1805 brachte Alexander von Humboldt zwei Exemplare von einer Forschungsreise aus Mexiko mit, um Forschung an ihnen zu betreiben. Später waren es dann französische Forscher, die 1863 im Tross eines Expeditionskorps General Foreys nach Mexiko kamen und die erste größere Gruppe Axolotl nach Europa brachten. Groß war allerdings ihr Staunen. Fern des jodarmen Hochlandes von Mexiko setzte bei diesen Tieren, zum Erstaunen der Forscher, jedoch die Metamorphose ein. Die Kiemen bildeten sich zurück, die Kopfform und die Augenstellung veränderte sich, die Beine wurden kräftiger und der Molch ging an Land.

Gerüchten nach werden noch heute in einem Kloster, ca. 300 Kilometer westlich von Mexico-Stadt gelegen, Molche von Dominikanerinnen nach einem angeblich geheimen Rezept zu Hustensaft verarbeitet. Bei den gewählten Molchen handelt es sich aber nicht um den Axolotl sondern um eine verwandte Art aus dem Pátzcuaro-See.